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Die Trauer

Gräber im Winter Grabreihe im Winter verschneite Gruft

Unter Trauer versteht man:

Hier geht es vor allem um die Trauer nach dem Tod eines geliebten oder nahestehenden Menschen.
Der Zustand der Trauer ist neben dem emotionalen Aspekt ein Verhalten des Menschen zur Bewältigung seelischen Schmerzes, vor allem durch den Verlust eines nahestehenden Menschen (oder eines Tieres). Auslöser kann der Tod von Freunden und Verwandten sein, aber auch Trennungen anderer Art.

Zum Überwinden der Trauer gibt es zwei Ansätze: Die Verdrängung und die Verarbeitung. Durch körperliche Aktivität oder Ablenkung kann man versuchen die Trauer zu verdrängen oder kurzfristig zu erleichtern. Man kann auch versuchen, den Verlust zu ersetzen. Überwunden im Sinne einer intensiven Bewältigung wird Trauer aber erst, indem sie in Form sogenannter Trauerarbeit bewusst gemacht wird. Hiefür haben jahrhundertealte Trauergebräuche und Rituale durch die Kulturgeschichte hindurch eine stabilisierende und sinnstiftende Rolle gespielt. Durch Erinnerung, und darin symbolisch wiederholtes Zurückholen und erneutes Weggeben des Betrauerten, wird ein Sich Einlassen auf die Extremsituation des Verlustes sowie ein allmähliches Bejahen und Loslösen möglich.

Von entscheidender Bedeutung ist ein Ort der Trauer (z.B. Grabstelle, Gedenkstätte) und die zugehörige Situation. Darüber hinaus ist die Klage ein konstitutives Trauermoment. Auch dem Gespräch kommt eine wichtige Aufgabe der Trauerüberwindung zu. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Tod im heutigen, von Medien bestimmten Alltag und durch das vorwiegende Sterben im Krankenhaus schwerer fassbar geworden ist.
Besonders hilfreich ist für die Trauernden eine persänliche Abschiednahme vom Verstorbenen. Diese kann sowohl am Sterbeort (z.B. Wohnung, Krankenhaus, Alten-, bzw. Pflegeheimam Hospitz) als auch an anderen geeigenten Orten (z.b. Friedhof, Bestattungsinstitut) erfolgen. Wichtig ist dabei die Möglichkeit für die Trauenden ungestört und in Ruhe Abschied zu nehmen, die Tatsache, dass ein geliebter Mensch gestorben ist zu begreifen und mit diesem auch Zweisprache zu halten.
Mit Ausnahme gesetzlicher Hinderungsgründe (z.B. vom Verstorbenen ausgehende Seuchengefahr) kann die Abschiednahme offenen Sarg den nächsten Angehörigen nicht verwehrt werden.
Wobei die Entscheidung jedem Trtauernden selbst überlassen bleiben sollte, ob er von dieser Möglichkeit Gebrauch mat.

Und es ist in den meisten Fällen doch tröstlich tröstlich und beruhigend sich mit mit eigenen Augen davon zu überzeugen, Obenstehnende Aufstellung beruht auf meiner langjährigen Erfahrung als Bestatter (Harald Weber)

Hilfe für und Solidarität mit den Trauernden wird zu einer besonderen Form (nicht nur) christlicher Nächstenliebe und jeder kann dazu beitragen, indem er einer trauernden Person nicht aus Scheu den Kontakt oder ein Gespräch verweigert.
Die Trauer verläuft gewöhnlich in mehreren Phasen.
  1. die Betroffenen befinden sich meist in einer Art Schockzustand, wollen nicht wahrhaben, dass ein Mensch verstorben ist
  2. sie erleben eine depressive Phasen, Sinnleere oder Zukunftsangst sowie Hadern mit dem Schicksal dominieren die Gedanken. Trauernde haben Verlassenheits- und Schuldgefühle, auch körperliche Reaktionen - wie z.B. Konzentrationsverlust, Schlafstörungen oder Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust treten auf.
  3. dann beginnt "die Zeit, die Wunde zu heilen". Der Gedanke an die verstorbene oder verlorene Person verursacht nicht mehr so starke Verzweiflung. Es gelingt den Trauernden, sich wieder besser zu konzentrieren, das Hier und Jetzt wahrzunehmen und den Blick auf die Zukunft zu richten. Schließlich kommt es bei erfolgreicher Trauerbewältigung zu einem neuen seelischen Gleichgewicht.
Trauerprozess in vier Phasen (nach Verena Kast)
Eine der bekanntesten Theorien rund um den Trauerprozess stammt von Verena Kast. Sie lehnt sich stark an das Modell der Sterbephasen von Elisabeth Kübler-Ross an und unterscheidet vier Phasen, die meist sukzessive, aber natürlich nicht streng von einander getrennt ablaufen:


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