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Der Tod

Gräber im Winter Grabreihe im Winter verschneite Gruft

Der Tod ist der unumkehrbare Verlust der für ein Lebewesen typischen und wesentlichen Lebensfunktionen
Im engeren Sinne unterscheidet man beim Eintritt des Todes einerseits konkret fassbare Ursachen, andererseits werden aus den jeweiligen Umständen des Todes einer Person psychogene Ursachen diskutiert, die als Ursache des Todes in Erscheinung treten können. Der Begriff des psychogenen Todes beschreibt Vermutungen, wie der Tod aus der "Tätigkeit der Psyche heraus" eintreten könnte. Der psychogene Tod soll etwa in Zusammenhang mit Voodoo als Folge von Verzauberung, Verfluchung, Suggestion, Prophezeiung, schwarzer Magie oder Beten beobachtet worden sein. Man geht auch bei Todesfällen nach Brechen von abergläubischen und religiösen Tabus oder bei Verzweiflung, Hilf- und Hoffnungslosigkeit oder Heimweh im Rahmen des "Heimweh-Tods" von psychogenen Ursachen beim Todeseintritt aus. Es soll daneben einen sogenannten Seelentod geben, dessen pathophysiologische Mechanismen ebenfalls unklar sind.

Zu den natürlichen Todesursachen zählen Krankheiten und das Versagen von Körperfunktionen, zu den nichtnatürlichen Todesursachen rechnet man unter anderem Unfälle, Verbrechen, Vergiftungen und Suizide (Selbstmorde).
Beim Menschen ist der Tod unumkehrbare Versagen lebensnotwendiger Organe wie zum Beispiel des Herzkreislaufsystems, der Atmung und des zentralen Nervensystems (Gehirn). Der Tod ist der Zustand eines Organismus nach der Beendigung des Lebens und nicht zu verwechseln mit dem Sterben und Nahtoderfahrungen, die ein Teil des Lebens sind.
Das Sterben ist ein Prozess, und das Eintreten des Todes lässt sich selten exakt einem Zeitpunkt zuordnen.
Die biologische Begründung für den natürlichen Tod – und auch schon der Alterung – wird von Wissenschaftlern im Mechanismus der Evolution vermutet: Hat ein Lebewesen sein Erbgut erfolgreich weitergegeben (sind die Nachkommen selbständig), dann existiert das Erbgut in den Nachkommen fort. Ereignisse, die sich nach der erfolgreichen Weitergabe des Erbguts einstellen, haben keine direkte Wirkung auf die Veränderung, also weder eine fördernde noch eine hemmende Wirkung.
Zwei Faktoren können sich jedoch auch nach der Erbgutweitergabe auf den Todeszeitpunkt auswirken:

  1. Bei vielen Lebewesen ist es Aufgabe der Eltern, ihre Nachkommen großzuziehen, und ein Tod der Eltern während dieser Zeit verhindert das Fortbestehen des Erbgutes.
  2. Andererseits führt ein zu langes Weiterleben nach der Fortpflanzung zu höherem Druck für die Nachkommen wegen Platz- und Ressourcenmangel. Weiterhin führt zu langsamer Generationswechsel zur zu langsamen Anpassung an veränderte Umweltbedingungen und dient nicht der Arterhaltung. In dieser Hinsicht ist der Tod also nützlich und notwendig (für die Erhaltung der Art).
Die genaue Grenze zwischen Leben und Tod ist schwer zu definieren. Je weiter man von der Grenze entfernt ist, desto klarer ist der Unterschied zwischen Leben und Tod, je näher man an der Grenze ist, desto unschärfer wird sie: So können Menschen, die bereits einen Herzstillstand haben, manchmal erfolgreich wiederbelebt werden.
Als unsichere Todeszeichen gelten unter anderem Für eine Organentnahme zur Organtransplantation wird der Tod über den Hirntod definiert. Zur Feststellung des endgültigen Todes dienen die sicheren Todeszeichen. Im allgemeinen reichen die folgenden sicheren Todeszeichen dazu aus: Zur Feststellung des Todeszeitpunktes werden verschiedene Methoden angewandt. So geben die Beurteilung der Totenstarre und der Leichenflecken grobe Richtwerte (Beginn der Totenstarre nach 2–4 Stunden, volle Ausprägung nach 6–8 Stunden, Lösung nach 2–3 Tagen). Als einer der genausten Methoden gilt die Bestimmung der Körperkerntemperatur, die unter Berücksichtigung der Außentemperatur, des Körpergewichtes und den Auffindungsumständen zur Berechnung der Abkühlungszeit benutzt werden. Ebenfalls zur Ermittlung der Todeszeit werden Insektenlarven beurteilt. Daraus hat sich eine eigene Forschungsrichtung der Rechtsmedizin entwickelt: die forensische Entomologie.

Formulierungen

ereilt der Tod, den Tod finden, dem Tod nahe sein, tausend Tode sterben, zu Tode kommen, in den Tod gehen, in den Tod treiben, in den Tod getrieben, der Tod klopft an, zu Tode stürzen, mit dem Tode bezahlen (gebräuchlicher: mit dem Leben bezahlten), mit dem Tod büßen (gebräuchlich auch: mit dem Leben büßen),
es geht um Leben und (oder) Tod, auf Leben und Tod
über den Tod hinaus, bis das der Tod euch scheidet, vom Tode errettet, vor dem Tode retten, auf den Tod nicht leiden können,
zu Tode reiten, zu Tode schinden, dem Tod ins Auge blicken,
sieht aus wie der Tod, mit dem Tode kämpfen, mit dem Tode ringen,
dem Tod von der Schippe springen, weder Tod noch Teufel fürchten,
todernst, todkrank, todmüde, todschick, todesmutig,  totlachen,

Todesbezeichnungen

Freitod (Selbsttötung, Suizid, Selbstmord)
Der Schwarze Tod (durch die Pest)
Der Weiße Tod (durch eine Lawine oder in Eis und Schnee)
Tod durch den Strang (durch Erhängen, Hinrichtung durch Erhängen
brutaler, gewaltsamer, grausamer, natürlicher, schöner, sanfter, plötzlicher, unnatürlicher Tod,

Synonyme / Umschreibungen:

Abberufung, Abgang, Abfahren, Ableben, Abschied (für immer), aus dem Leben scheiden,
das Leben verlieren, das Zeitliche segnen, den Geist aufgeben, die Augen schließen,
Einschlummern, Ende, Enden, Entschlafen, Entschlummern, Erlöschen, Erlösung, Erlöst, Exitus,
Fallen, Frieden finden,
hat ausgelitten, hat uns verlassen, Heimgang, Hinscheiden, Hinübergehen,
in die Grube fahren, ins Gras beißen,
Krepieren,
Lebensende,
Scheiden,
Ruhe finden,
Todesfall, Trauerfall,
umkommen,
Verhauchen, Verrecken, Verlust, Verröcheln, Verscheiden, Vollenden, von dannen gehen, von hinnen gehen, von uns gehen,
Wegbleiben, Weggang,
Zugrunde gehen, zu Staub werden,

Tod als Person:

Der Tod, Gevatter Tod, Knochenmann, Schnitter, Sensenmann, Würger,

Tote Personen:

Ausgelittener,
Entschlafener, Erloschener, Erlöster, Ermordeter, Entseelter,
Gefallener, Gestorbener, Getöteter,
Heimgegangener, Hingeschiedener,
Leiche, Leichnam,
Mumie,
Seliger, sterbliche Hülle,
Toter,
Verblichener, Verschiedener, Verstorbener,


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