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Die Bestattung

Gräber im Winter Grabreihe im Winter verschneite Gruft

Unter Bestattung versteht man die nach dem Tod eines Menschen (in seltenen Fällen auch eines Tieres) vorgenommenen Maßnahmen zur dauerhaften Lagerung des toten Körpers und deren Vorbereitung. Dies geschieht meist auf eine als würdig empfundene, ritualisierte Art und Weise. Eingeschlossen ist das Abschiednehmen von dem toten Lebewesen sowie dessen Vorbereitung auf die eigentliche Beisetzung z.B. durch Leichenwaschung, Ankleiden oder Einsargen. Nicht zur Bestattung gehören die Feststellung des Todes, die Leichenschau (Totenschau) und das Präparieren einer Leiche zu wissenschaftlichen oder medizinischen Zwecken.

In der Regel wird die Bestattung mit Hilfe eines Bestattungsisntitutes erfolgen.

Eine Reihe von gesetzlichen und hygienischen Vorschriften geben vor, wie Bestattungen durchgeführt werden müssen.
In Deutschland ist das Bestattungswesen durch Landesbestimmungen gesetzlich geregelt (Bestattungsgesetze, Friedhofsgesetze, Leichenverordnungen) und wird durch örtlich erlassene Friedhofsordnungen ergänzt. Aus diesen Regelungen geht insbesondere hervor, dass Verstorbene normalerweise auf den dafür vorgesehenen öffentlichen Friedhöfen beigesetzt werden müssen. Alternative Bestattungsformen wie die Beisetzung in einem Friedwald stellen dagegen noch eine sehr seltene Ausnahme dar.

Zumindest folgende Formen der Bestattung werden gegenwärtig in Amerika, Europa und Asien praktiziert.

Kirchliche Bestattung
Angehörige von christlichen Religionsgemeinschaften werden nach ihrem Tode üblicherweise auf Friedhöfen im Rahmen eines Gottesdienstes beigesetzt.

Weltliche Bestattung
Wenn der Verstorbene keiner Religionsgemeinschaft angehört hat, oder eine religiöse Feier zur Bestattung nicht gewünscht wird, kann im Rahmen der Bestattung eine weltliche Trauerfeier stattfinden, die meist von einem freiberuflichen Trauerredner oder auch einem Redner einer Weltanschauungsgemeinschaft geleitet wird.

Bestattungskosten

Die bei einer Bestattung anfallenden Kosten setzten sich aus folgenden Bestandteilen zusammen: Für eine nach üblichem Verständnis als "würdig" anzusehende Bestattung werden in Deutschland durchschnittlich etwa 4.000 € (ggf. zuzüglich der Kosten für eine Grabstelle) aufgewendet.
Aus finanzeller Sicht am günstigsten ist derzeit die Körperspende, da die Kosten für die Bestattung (in der Regel eine Feuerbestattung die erst viele Jahre nach dem Tod erfolgt) vom Anatomischen Institut beglichen werden.

Die Bestattungspflicht ist in Deutschland in den entsprechenden Bestattungsgesetzen der Bundesländer geregelt. Sie ist Teil der gewohnheitsrechtlich geregelten Totenfürsorgepflicht, die z. B. auch das Recht beinhaltet, Strafanzeigen, z. B. wegen Grabschändung oder Störung der Totenruhe, zu erstatten. Ein rechtlicher Betreuer (§ 1896 BGB) ist nicht verpflichtet, die Bestattung des früheren Betreuten zu veranlassen (außer im Bundesland Sachsen aufgrund einer dortigen Sonderregelung).

Bestattungspflichtig sind nach den Bestattungsgesetzen der Bundesländer (mit leichten Unterschieden): auch dann, wenn Sie die Erbschaft (z. B. wegen Überschuldung oder weil sie sich mit dem Verstorbenen überworfen haben) ausgeschlagen haben.
Weigern sich die Bestattungspflichtigen, die Bestattung durchzuführen, kann das örtliche Ordnungsamt aus Gründen der Seuchenhygiene die Bestattung veranlassen und die Kosten den eigentlich Bestattungspflichtigen in Rechnung stellen.

Die Kostentragungspflicht (für den Bestattungspfichtigen) beinhaltet auch die Verpflichtung, die Kosten zu tragen bzw. dem zu ersetzen, der die Bestattung veranlasst hat, wenn der Bestattungspflichtige diese selbst nicht veranlassen wollte oder konnte.
Diese kann öffentlich-rechtlich (so bei der sogenannten Ersatzvornahme durch ein Ordnungsamt) oder privat-rechtlich geregelt sein.
Eine Besonderheit ist hierbei Kostentragungspflicht des Erben, gem. § 1968 BGB: "Der Erbe trägt die Kosten der Beerdigung des Erblassers."
Neben dem Erben hat auch derjenige die Kostentragungspflicht, der dem Verstorbenen gegenüber unterhaltspflichtig war (§§ 1615, 1615m BGB) und derjenige, der am Tod des Menschen Schuld hat (§ 844 BGB). Detailregelungen für tödliche Unfälle im Straßenverkehr enthält das Straßenverkehrsgesetz.

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen zahlt kein Sterbegeld mehr zur Deckung der Bestattungskosten (obwohl bis zum 31.12.1988 im Beitrag eine Anteil für das gesetzliche Sterbegeld enthalten war. Hier wurden also Beitragsteile eingezogen, für die wegen gesetzlicher Neureglung keinerlei Leistung [Sterbegeld] mehr erbracht wird)
Eine entgültige Klärung wird hier wohl nur eine Klage vor dem Bundessozialgericht bringen.


Nur wenn alle Zahlungspflichtige mittellos sind, übernimmt auf Antrag das örtliche Sozialamt die notwendigen Kosten der Bestattung (§ 74 SGB XII) deren Gesamthöhe lt. Schreiben eines Sächsischen Sozialamtes stark begrenzt ist.


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